header

Seit 2007 ist es in Johannesberg möglich, dass Kinder nach der Schule außerfamiliär betreut werden. Zu Beginn lag ein Teil der Betreuung noch in den Händen der Gemeinde. Doch ab 2011 übernahm das Kinderhaus St. Johannes die gesamte Betreuung der Kinder im Hort Blitzkids.

hort

Der Hort befindet sich im Gebäude der Mühlberg-Grundschule. Dort verbringen die rund 80 Kinder ihre Zeit nach Schulschluss mit freien und angeleiteten Spielen, dem Mittagessen und ihren Hausaufgaben. Im Hort gibt es eine Mensa, ein Musikzimmer, ein Rollenspielzimmer, ein Bauzimmer, ein Kreativzimmer mit Tischkicker und ein Büro. Auf dem großen Freigelände befindet sich ein Bolzplatz. Und ein Lager – das haben die Kinder selbst gebaut! Außerdem steht den Blitzkids die Turnhalle der Gemeinde Johannesberg zu bestimmten Zeiten zur Verfügung. In den Klassenzimmern unterstützt sie das Hort-Team dabei, ihre Hausaufgaben möglichst selbstständig zu erledigen.

Unser Hort soll ein Ort zum sozialen Lernen sein. Wir möchten die Kinder in ihrer Selbstständigkeit fördern, sie emotional unterstützen, ihnen Impulse geben und die Entwicklung unserer Gemeinschaft stärken. Die Kinder sollen sich bei uns wohlfühlen – und dazu gehören!

Der Hort ist Montags bis Donnerstags von Schulschluss an bis 17.00 Uhr geöffnet, an Freitagen bis 16.00 Uhr.

An mindestens zwei Nachmittagen in der Woche sind insgesamt mindestens fünf Stunden zu buchen, die Kernzeit bis 14.00 Uhr ist dabei verpflichtend. Die restlichen Stunden können Sie im Rahmen der Öffnungszeiten nach persönlichen Bedürfnissen buchen. An einigen Nachmittagen werden in den Randzeiten manche Hortkinder im Kindergarten betreut.

In den Ferien bieten wir nach Voranmeldung auch eine ganztägige Betreuung an.

 

Ein Tag bei den Blitzkids

Gabi, Bereichsleiterin im Hort, schaut auf die Uhr. Dann nickt sie zufrieden und schließt die dicke Mappe, die vor ihr auf dem Tisch liegt. Das Team hat heute über die Raumbildung im Hort und mögliche Änderungen gesprochen. „Wir sind immer in Bewegung“, meint Eva, Kinderpflegerin bei den Blitzkids, „und das ist gut“.

Da ertönt die Schulglocke, die Türen der Klassenzimmer werden aufgestoßen und lautes Gelächter hallt durch die Flure: Der Schultag ist für die ersten Kinder vorüber und die, die den Hort besuchen, finden sich am Empfang ein. Regina, pädagogische Mitarbeiterin bei den Blitzkids, wartet bereits dort. Mit einer Liste und einem Lachen im Gesicht: „Hallo Marc. Wie war es gestern im Schwimmbad?“ Schön, meint Marc und gibt Regina einen Zettel von Mama. Heute besucht er Nele und darf darum mit ihr zusammen nach Hause laufen, steht da. Regina nickt und notiert. Marc nimmt sich den Magneten, auf dem sein Name steht und läuft in den Hort. Heute scheint die Sonne und bis zum Mittagessen hat er noch eine Stunde Zeit. Und Nele ist auch schon da! Die beiden wollen im Lager an ihrem Teich weiter graben und holen sich zwei Schaufeln und eine Zange für hartnäckige Wurzeln.

„Das Loch soll mir bis zur Hüfte gehen, dann füllen wir Wasser rein. Gabi will uns eine Folie besorgen“, meint Nele und befestigt den Magneten mit ihrem Namen an einer Tafel unter dem Schriftzug Lager. Jetzt wissen alle, wo sie zu finden ist. Nele nickt und läuft hinein in das dichte Geäst hinter dem Haus.

Draußen, auf dem großen Bolzplatz, stürmen bereits mehrere Kinder einem Ball hinterher und Lisa und Elif haben es sich im Schatten auf einer Decke bequem gemacht. Zwischen ihnen liegen unzählige Gänseblümchen. Aus denen wollen sie heute Kränze flechten.

Um 12.15 Uhr ertönt die Schulglocke dann abermals und wieder begrüßt Regina die Kinder am Empfang.

Anke, Küchenkraft im Hort, hat außerdem die Mensa für das Mittagessen vorbereitet. Aus dem Kreativzimmer, dem Musikzimmer und von draußen: Von überall her kommen die Kinder angelaufen. Sie sitzen gemeinsam an den Tischen, reden, lachen, essen und planen ihren Nachmittag: Bis um 13.00 Uhr die letzten Kinder Schulschluss haben und zu Mittag essen, während die ersten ihre Hausaufgaben machen, gibt es noch so viel zu erleben!

Dann hängt Samuel, Kinderpfleger der Blitzkids, die große Trommel von der Wand und geht nach draußen. Mit lauten Schlägen ruft er zum Hausaufgaben machen.

„Seit diesem Schuljahr lassen wir die Kinder frei entscheiden lassen, um welche Zeit sie das tun. Zwischen 12.30 und 15.00 Uhr ist immer jemand von uns bei den Hausaufgaben, zur Unterstützung“, erklärt Gabi. Die Pädagoginnen und Pädagogen helfen den Kindern, ihre Hausaufgaben möglichst selbstständig zu erledigen. Wenn es Fragen gibt, sind sie da, sorgen auch mal für Ruhe und schreiben Wichtiges in ein mit den Lehrer/innen gemeinsam genutztes Übergabeheft.

Nach den Hausaufgaben ist dann wieder Zeit zum freien Spielen. Amelie und Elisa leihen sich Federballschläger aus und Eva tröstet Lukas. Er ist beim Fußballspielen hingefallen.

„Ich habe mich um drei auf die Liste für das Musikzimmer eingetragen“, meint Hannes und schaut auf seine Uhr, „bald bin ich dran.“

Aber auch für die Eltern, die jetzt immer häufiger zum Abholen kommen, wird sich Zeit genommen. Fragen werden beantwortet, Probleme besprochen und alle werden über das große Schnitzel-Fest informiert: In zwei Wochen feiern die Viertklässler nämlich ihren Abschied und dazu ist jeder eingeladen!

Um 16.30 Uhr wird es dann langsam stiller. Fast alle Kinder sind nach Hause gegangen. Samuel ist heute bis 17.00 Uhr da und läuft mit den Kindern, die länger bleiben, hinüber in den Kindergarten. Dort können sie noch spielen, bis auch für sie der Tag bei den Blitzkids zu Ende geht.

So melden Sie Ihr Kind in unserem Hort an:

­